Was sonst noch los war, in letzter Zeit!
Moin Leude!
In den letzten Wochen hab ich ja nicht viel geschrieben, lag allerdings nicht daran, daß ich kein Bock hatte, sondern eher daran, daß ich ne Menge Arbeit hatte. Heut nehm ich mir mal ne Minute um euch zu berichten, was Werkstatt - und Wildstartechnisch los war. Auf dem oberen Bild seht ihr eine weitere Hutkreation die ich in der Küche gefunden habe. Na, erkennt ihr was das ist? Ein Tip! Gib´s bei Aldi!
Bernd hatte an dem Wochenende, nach der Niedersachsenparty eine Begegnung der anderen Art. Nichts ahnend ging er zur Werkstatttür und staunte nicht schlecht, weil sich da zwei Schlangen, auf der Türschwelle in der Morgensonne aufwärmten. Ich weiß nicht ob Mitte September die richtige Jahreszeit für Babyschlangen ist, aber sie waren da!
Die Schlangen waren ca. 10 - 20 cm lang, schwarz mit weißer Kiemenzeichnungen. Schaun wir mal, was das für welche sich!
Richtig! Ringelnattern!!
Neben der Kreuzotter ist die Ringelnatter die wohl bekannteste Schlange in Deutschland überhaupt.
Sie ist zugleich die häufigste Schlange in Deutschland, aber leider auch schon selten worden. Sie ist harmlos und beisst nicht!
Die Ringelnatter ist in ganz Europa und Westasien bis 2000 Meter Höhe heimisch und ist an Ost- und Nordsee selten, sowie den kühlen Gebieten in Skandinavien und
Irland gar nicht anzutreffen. Eine Verbreitung über so große Gebiete führt zwangsläufig zu vielen Unterarten, welche die Ringelnatter auch gebildet hat. In Deutschland ist die gewöhnliche
Ringelnatter (Natrix natrix natrix) heimisch. Ringelnattern sind typische Wassernattern.
Für ihr Vorkommen sind bestimmte Umstände unabdingbar. Sie benötigt kleine Tümpel ,Weiher , Feuchtwiesen oder sehr langsam fließende Gewässer. Diese müssen mit reichlich Vegetation verbunden sein, um ihr ausreichend Deckung zu liefern. Daneben sollten auch Plätze für die Eiablage und Überwinterung vorhanden sein, wohin sie sich zurückziehen kann. Ideal sind dazu alte Bäume, in deren Wurzelwerk sich die Schlange zurückziehen kann. Nur selten findet man sie in reinen Trockenbiotopen.
Infolge rückläufiger Naturbiotope nehmen die Bestände der Ringelnatter immer weiter ab, sie steht bereits auf der roten Liste und ist geschützt. Bestehende Biotope werden zunehmend in Freizeitanlagen umgewandelt. Hier können Ringelnattern keine geeignete Lebensbedingungen finden. Auf der Suche nach neuen Lebensräumen kann man die Ringelnatter gelegentlich in Kleingartensiedlungen oder an großen Gartenteichen mit geeignetem Umfeld beobachten. Leider wird die Ringelnatter immer noch häufig von Menschen erschlagen, wenn sie im Umfeld gesichtet wird.
Neu besiedelt werden auch stillgelegte Kiesgruben, da dort häufig sehr warme
Temperaturen herrschen und genug Fläche zum Sonnen vorhanden ist. Die dort vorhandnen Sickergewässer sind flach und erwärmen sich sehr schnell.
Da die Eier und die jungen Schlangen viel Wärme benötigen, suchen sie gern alte Komposthaufen oder Misthaufen zur Eiablage auf. Sie sind häufig an
ähnlichen Biotopen zu finden, sind aber nicht sehr standorttreu.
Die Ringelnatter wird ca. 1 Meter lang (Weibchen etwas länger, Männchen etwas kürzer).
Nattern sind wechselwarm, d.h. sie benötigen die Wärme des Umfeldes zur Steigerung der Körpertemperatur. Daher sonnt sie sich gern an geschützten Stellen oder auf Seerosenblättern
in Teichen.
Ihr Körper ist rotbraun bis olivfarben mit einigen dunklem Längstreifen. Am Nacken
besitzt sie 2 helle gelblich, weisse halbmondartige Flecken. Die hellen Flecken hinter ihrem Kopf wirken wie eine kleine Krone, deshalb wird die Ringelnatter in einigen Ländern auch als Glücksbringer
betrachtet. Vor und hinter diesen Halbmonden befinden sich noch jeweils 2 dunkle Flecken.
Ringelnattern häuten sich mehrfach im Jahr, dabei wird die alte Haut an Gestrüpp und Gesteinen abgerieben.
Die Körperunterseite ist gräulich, mit einigen schwarzen Flecken. Ihr ovaler Kopf hat große Augen und runde Pupillen (Foto). Der Schwanz ist spitz
ausgezogen; die Rückenschuppen sind gekielt.
Ringelnattern ernähren sich aus ihrem Umfeld von Amphibien (Fröschen, Molchen etc), nur eher selten von
Kleinsäugern. Ganz junge Ringelnattern leben zunächst nur von Kaulquappen und Larven. Die Beute wird selten totgebissen. Meist wird sie von hinten verspeisst. Es ist wichtig die Beute von hinten zu
verschlingen, da sich viele Froscharten mit Luft vollpumpen und imense Ausmaße annehmen, werden sie von hinten gefressen, kann die Luft nach vorn durch den Mund herausgepresst werden. Ringelnattern
benötigen für eine „Saison“ ungefähr das fünffache des eigenen Körpergewichtes an Nahrung.
Sie ist tagaktiv, vor allem an den warmen Stunden des Tages. Sie zieht sich Abends in ihr Versteck zurück und verlässt es morgens früh, um sich zu sonnen. Sie kann hervorragend Schwimmen, wobei sie den Kopf leicht aus dem Wasser hebt. Nahrungssuchende Ringelnattern reagieren stark auf Bewegungen Ihrer Opfer. Frösche werden meist erst bemerkt, wenn sie wegspringen.
Die Ringelnatter ist sehr scheu, schon bei leiser Annäherung eines Menschen versteckt sie sich unter Steinen
oder in Spalten, besteht die Möglichkeit flüchtet sie ins nahe Wasser. Die Aufnahmen auf dieser Seite entstanden während einer Trockenperiode, wo die Seerosen bis an den Teichrand schwammen und die
Ringelnatter sich auf den Seerosen sicher fühlte. Die Chance zu solchen Begegnungen ist äußerst selten. Die besten Möglichkeiten Ringelnattern zu beobachten sind in den Morgen- und Abendstunden wenn
sie sich sonnen. Während der Mittagshitze versteckt sie sich.
Fühlt sie sich direkt bedroht kann sie laut zischen und hebt ihren Kopf, um einen Angriff vorzutäuschen. Bleibt ihr keine Fluchtmöglichkeit stellt sie sich tot, verdreht den Körper und lässt ihre Zunge heraushängen. Diese Art von Bewegungslosigkeit (Akinese) soll die Feinde täuschen, deren Sehvermögen auf sich bewegende Opfer optimiert ist. Bedingt durch diesen Reflex lassen sich Ringelnattern im Wasser bei Bedrohung plötzlich im Wasser auf den Grund sacken.
Die Ringelnatter hält in Kleingruppen von Oktober bis April Winterschlaf in Erdhöhlen und hohlen Baumstümpfen. Im
Anschluß findet zunächst die erste Häutung und danach die Paarung statt, nach etwa 2 Monaten im Juni legt das Weibchen die Eier (10-40) an warmen und geschützten Stellen (Kompost, Schilf, alte
Baumstümpfe oder Grünschnitt mit Abwärme aus dem Abbauprozeß) ab. Die Eier bilden dabei eine verklebte Masse. An sehr günstigen Stellen legen mitunter sehr viele Ringelnattern ihre Eier in ein
Gelege, welches dann einige hundert Eier enthalten kann.
Im frühen Herbst schlüpfen die jungen Ringelnattern. Die Schale wird dabei mit einem „Eizahn“
aufgeschnitten. Die Jungtiere sind ca. 12 cm lang und wiegen kaum mehr als 3g. Sie verlassen das Gelege zunächst nicht und gehen dort auch in den Winterschlaf, sind aber bereits selbständig. Nach ca.
4 Jahren ist sie geschlechtsreif.
Die Ringelnatter kann in Freiheit ein Alter von 20 Jahren erreichen.
Am Wochenende drauf, wo Bernd seinen großen Grill in die Werkstatt gebracht hatte und wir mit Schlangen suchen beschäftig waren, tauchte Stefan auf!
Stefan ist auch Wildstarfahrer und hat uns am Rastorfer Kreuz gesucht. Nachdem er uns da nicht gefunden hatte, machte er sich auf die Suche und fand uns tatsächlich!
Nein, das ist nicht Stefan´s Wilde! Das ist Klaus seine schicke Dicke. Die BSM V Line - Auspuffanlage haben wir natürlich schon gegen eine original Auspuffanlage mit Nordwilderhülsensystem ausgetauscht. Jetzt hat sie einen satten Sound, welcher viel besser zum Gesamtpaket passt. Klaus ist voll begeistert und fragt sich immer noch, warum er sich als Zweitmoped eine Harley mit 240 er Walze gekauft hat. Ich sach: " Wech da mit! ! Die Wilde ist die einzig wahre!
Nein, das ist Stefan seine! Die " Red Scorpion " ! 240 er Metzeler, mittig verbaut, geschmälerter Riemen, HM Ghostheck, Ghost Seitendeckel gekürzt, Tankverlängerung und Schmutzfängerwerkzeugrolle, Stahlflexleitungen, Schutzbleche für Riemen entfernt, Benzinpumpe verlegt. Ein super Umbau. Das AIS System ist entfernt und der Gleichrichter und die Hupe verlegt worden. Der Gleichrichter befindet sich jetzt hinter dem Spritzschutz des Hinterrades, der den Dämpfer schützt.
Ein suppeerr Teiilllll! Felge aus der Mitte eingespeicht, Hypercharger mit Winkelansaugflansch, Bremsscheibe klein hinten, Vorverlegte, Kellermann BL 1000 Lenkerendenblinker vorne und Micro 1000 hinten. Supertrapp Anlage, Auspuffhalter entfernt, verchromte Fussrasten mit Halter.
Gabelhülsen verchromt und und und.... Es wurde ne Menge dran gemacht. Da hat Stefan einen guten Kauf gemacht.
Nicht, das ihr glaubt, die Beiden waren alleine mit ihren Mopeten da, nein weit gefehlt. Wenn die Sonne lacht, ist Wildertime!!

